Zum Schloss führt eine breite Straße. Diese wird von einer lang gestreckten Rasenfläche gesäumt. Wer auf das Schloss zu geht, stellt mit jedem Schritt die enorme Größe des Bauwerkes fest.
Das Schloss reiht sich ein in viele Schlösser und Burgen mit historischem Hintergrund aus der Region Aberdeenshire. Tolquhon gilt als eines der schönsten seiner Art und war für etwa 300 Jahre ein Adelssitz. Der älteste Bau des Schlosses stammt aus dem jungen 15. Jahrhundert. Das später gefolgte Haus und der imposante Turm von Tolquhon soll auf den damaligen Burgherren Preston von Formartine zurück gehen. Das heutige Gebäude wurde in diesem Stil von Sir William Forbes fertig errichtet. Er war der 7. Lord von Tolquhon. Er soll das Haus 1584 für seine Ehefrau umgebaut haben und wollte damit erreichen, dass sie das schönste Haus von allen in der Region erhält. Was ihm wirklich gelungen ist. Der Aus- und Umbau dauerte etwa sechs Jahre an.
Am Haupteingang befindet sich eine Steintafel mit vielen Daten und Informationen über das Schloss und deren Bewohner. Der ältere Turm wird seit vielen Jahrhunderten als Preston Turm bezeichnet. Denn William Forbes, heiratete im Jahr 1420 Marjorie Preston. Sie war die Erbin des Sir Simon Preston, welche zugleich der Lord von Formatine war. Nach der Hochzeit zog das Paar in das Schloss ein. Zu deren Ehren wurde 1420 der Preston Turm errichtet.
Das heutige Schloss vermittelt einen Märchenhaften Eindruck und wirkt malerisch, fast schon wie gezeichnet in seiner Umgebung. Der Architekt Thomas Leiper orientierte sich bei der Planung des Schlosses an sowohl bereits bestehenden klassischen und traditionellen Elementen wie auch völlig neuen Ideen. Das Gebäude ist nun so aufgebaut, dass es ein Rechteck aufweist und sich zugleich über drei Stockwerke erstreckt. So erhielt Leiper einen Wohnblock in Rechtecksform und drei Geschossen. Dieser liegt zentral, so dass alle übrigen Gebäude- und Wohneinheiten problemlos von hier aus erreicht werden können.
Die privaten Wohnungen befanden sich zur damaligen Zeit im südlichen Teil. Besonders herausragend ist die Einrichtung der Galerie. Sie war für damalige Verhältnisse eine Neuartigkeit von besonderer Güte. Sie ist besonders großzügig gestaltet und gibt auch den Blick auf den Innenhof frei. Außerdem wurde ein kleiner Garten sowie ein Lustgarten errichtet.
Bevor William Forbes im Jahr 1596 verstarb hatte er für sich uns seine Gemahlin eine Gruft errichten lassen. Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Schloss. Noch heute sind die Grabstätten üppig dekoriert. Wer also Tolquhon Castle einen Besuch abstatten möchte, hat auch die Gelegenheit die ehemaligen Hausherren an ihrem Grab zu besuchen. Spuken soll es in diesem wunderschönen Schloss übrigens nicht. Vielmehr strahlt es eine Herzlichkeit und Wärme auf den Besucher aus, die fast ansteckend wirkt. Besonders schöne Besuchszeiten für einen Ausflug zum Schloss liegen in den Frühlings- und Sommermonaten, da hier bereits das Grün satt leuchtet und die Gärten besonders schön blühen.


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