Loch Ness – der beliebteste See der Welt

Um Loch Ness ranken sich Sagen und Mythen. Ein Loch Ness Monster soll hier sogar sein Unwesen treiben. Wie viele sicherlich wissen liegt der Süßwassersee Loch Ness im Herzen des schottischen Hochlandes. Und obwohl Loch Ness eigentlich nur der zweitgrößte See des Landes ist, wird vom ihm am meisten gesprochen. Seine Wasseroberfläche ist ca. 65,5 Quadratkilometer groß. Da Loch Ness aber extrem tief ist, ist er der größte See, gemessen anhand des Wasservolumens.

Forscher gehen davon aus, dass Loch Ness während der Eiszeit durch Gletscher als See enstanden ist. Seine Form weist darauf hin, denn auch wie andere Seen, welche in dieser Zeit formiert wurden, haben die gleiche langgezogene Ausprägung. Seine Breite in der mittleren Stelle beträgt gerade einmal 1,5 Kilometer, dafür hat er eine Länge von 37 Kilometern. Wer ihn einmal umrunden möchte, sollte als im besten Fall Proviant und ein Zelt zum Übernachten dabei haben. Früher bestand einmal eine Verbindung zwischen Loch Ness und dem Meer, doch die frühere Meeresbucht wurde aufgrund der Tatsache, dass sich das Land bei Inverness anhob, vom Meer abgeschnitten und ist seither ein Süßwassersee.

Der Kaledonische Kanal wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Er dient als Verbindungsstück von der Atlantikküste zur Nordseeküste. 1822 integrierte man auch Loch Ness in diesen Kanal. Dadurch wurde die Transportzeit verkürzt, so dass industriell transportierte Waren schneller durch die Schleuse gelangen können. Auch dient dieser Kanal als Ausweichroute bei Unwettern.

Loch Ness ist nicht nur ein brach liegender See. Hier können starke Stürme und Winde auftreten und den See somit stark aufwühlen und in Bewegung setzen. Außerdem befindet sich im See eine kleine künstliche Insel. Sie trägt den Namen Cherry Island und soll etwa 4.000 Jahre alt sein. Sie soll in der Bronzezeit entstanden sein.

Der schottische See gilt als ein sehr fruchtbares Gewässer. Hier leben besonders viele Fische und damit ist Loch Ness einer der reichsten Süßwassergefilde was Fische betrifft in ganz Großbritannien.

Man findet hier Aale, Forellen, Lachse, Elritzen sowie Stichlinge und Hechte. Im Herbst wandern zahlreiche Lachse aus dem Meer nach Loch Ness. Die Tiere leben hier besonders gut, denn erst 2000 wurde eine Forelle gefischt, die ein Gewicht von 7,5 Kilogramm auf die Waage brachte. Weiterhin gelten die Fische von Loch Ness als besonders schmackhaft.

Die idyllische Landschaft um Loch Ness herum, lässt kaum vermuten, dass hier ein Monster leben soll. In vielen Sagen wurde das Monster von Loch Ness beschrieben und es soll auch bereits mehrfach gesichtet worden sein. Ganze Forschungsteams begeben sich seit Jahrhunderten hier her, um herauszufinden, ob es das Tier wirklich gibt. Reale und greifbare Nachweise wurden bisher nicht gefunden. Dennoch kann der See an sich sehr trügerisch sein. Von einem Moment auf den anderen, kann hier das Wetter umschlagen und aus dem sonst so ruhig da liegenden See wird eine reißende Flut. Hohe Wellen sind in stürmischen Jahreszeiten keine Seltenheit. So kann es auch vorkommen, dass kleinere Boote und Schiffe nicht mehr auf den See auslaufen dürfen, sondern im Hafen verweilen müssen, bis sich der Sturm gelegt hat. Zu groß ist die Gefahr des kenterns mitten auf Loch Ness.

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